Infos für Lehrer & Schulen
Die originalen Pfahlbauten am Bodensee bieten durch ihre hervorragenden Erhaltungsbedingungen unter Wasser wie kaum eine andere Siedlungsform der Stein- und Bronzezeit die Möglichkeit, Jahrtausende zurückzublicken. In der Bucht von Unteruhldingen veranschaulichen fünf rekonstruierte Dorfanlagen die Zeit der ersten Bauern, die Welt von Fischern und uraltes Handwerk inmitten einer natürlichen Landschaft.
|
||
Seit 1922 hat das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen das Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse über die vergangenen Jahrtausende an die Bevölkerung und hier vor allem an Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und Schularten weiterzugeben. Dies geschieht nach den neuesten Ergebnissen archäologischer Forschung und mit modernsten museumspädagogischen Mitteln. Als anerkannter "außerschulischer Lernort" bieten die Pfahlbauten eine sinnvolle Ergänzung zum Unterricht - erlebendes Lernen.
Das Angebot reicht vom Klassiker, der 45-Minuten-Führung mit dem allgemeinen Überblick zur Vorgeschichte der Bodenseeregion, bis zum Tagesprojekt zur Steinzeit. Alle Programme werden von erfahrernen Museumsmitarbeitern und Pädagogen betreut und entsprechen den aktuellen Bildungsstandards.
Unser museumspädagogisches Angebot für Schulklasse ab 15 Schülern:
1. Der Klassiker "Die Führung":
Warum lebten die Menschen in der Stein- und Bronzezeit in Häusern auf Pfählen? Wie sahen sie aus? Welche Kleidung hatten sie? Wie lebten sie? Museumsmitarbeiter führen durch die Pfahlbau-Häuser und erläutern anhand von rekonstruierten Funden (die auch in die Hand genommen werden dürfen) das Leben der Pfahlbauer von 6.000 bis 3.000 Jahren.
Dauer: 45 Minuten, Preis pro Schüler/-in: 4,00 €, 1 Begleiter frei, 1 weiterer Begleiter 5,00 €.
2. a. Der Intensivkurs "Schwerpunktführung Steinzeit":
In dieser Führung wird auf verschiedene Aspekte des Lebens in den Pfahlbauten eingegangen. Wie sah die Landschaft um die Pfahldörfer während der Steinzeit aus? Wie wird datiert? Welche modernen naturwissenschaftlichen und archäologischen Methoden kommen zum Einsatz? Praktische Vorführungen zum Thema Feuer schließen den Kurs ab.
2. b. Der Intensivkurs "Schwerpunkt Bronzezeit":
Die Veränderungen, die der Umgang mit Metallen mit sich brachte, sind das zentrale Thema dieser Führung. Wie kam der Mensch auf die Verarbeitung von Metallen? Woher stammen diese? Was bedeutete dies für die Gesellschaft, die Entwicklung von Landschaft und Dörfern? Nach der Führung geht es zur "Rätselkiste". Darin befinden sich rekonstruierte Funde der Bronzezeit, die jeder in die Hand nehmen darf. Viele Objekte können heutige Menschen in ihrer Funktion nicht mehr zuordnen. Gemeinsam mit den Lehrern und Museumsmitarbeitern können die Schülerinnen und Schüler versuchen, die Rätsel zu lösen.
Dauer: 1 Stunde, buchbar werktags ab 14 Uhr, Preis pro Schüler/-in: 6,00 €, 1 Begleiter frei, 1 weiterer Begleiter 5,00 €.
3. a. Das hands-on-Programm "Projekt Steinzeit":
In diesem Kurs können die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an eine Schwerpunktführung "Steinzeit" selbst aktiv werden. Sie stellen mit steinzeitlichen Mitteln Messer, Kämme, Schwirrhölzer, Fischernetze oder Schmuckperlen her. Das Hergestellte darf mit nach Hause genommen werden.
3. b. Das hands-on-Programm "Projekt Bronzezeit":
Wie schwierig ist es, mit bronzezeitlichen Werkzeugen und Materialien Schmucknadeln, Angeln und Schwirrhölzer zu produzieren? Nach einer Schwerpunktführung "Bronzezeit" können die Schülerinnen und Schüler das selbst ausprobieren und ihre WErke dann mit nach Hause nehmen.
Die Schülerprojekte finden jeweils im Frühling zwischen den baden-württembergischen Oster- und Pfingstferien statt und im Herbst von der zweiten Schulwoche nach den Sommerferien bis zu den Herbstferien. Die 2,5-stündigen Projekte können montags bis freitags, vormittags (Beginn zwischen 9.00 und 10.00 Uhr) oder nachmittags (Beginn zwischen 13.00 und 14.00 Uhr) durchgeführt werden.
Dauer: 2,5 Stunden werktags vor- oder nachmittags (Hinweis s.o.), Preis pro Schüler/-in: 10,00 € inkl. Eintritt, Führung und Materialkosten, 1 Begleiter frei, 1 weiterer Begleiter 5,00 €.
Der Prospekt als PDF zum Download.
4. Das Experiment "Ein Tag in der Steinzeit"
Warum entschlossen sich die Menschen vor 6.000 Jahren, auf Pfählen an Seen und in Mooren zu siedeln? Über welche Fertigkeiten verfügten sie? Wie ernähreten sie sich?
Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse können diesen Fragen im Rahmen des Projektes "Ein Tag in der Steinzeit" in Theorie und Praxis nachgehen. In bis zu 4 Gruppen werden die Fächer Technik, Kunst, Haushalt, Musik und Landwirtschaft erfahrbar gemacht. Ihre Rolle als Steinzeitmenschen erleben die Teilnehmer dabei in nachgebildeter Steinzeitkleidung.
Weitere Informationen und Begleitmaterialien: www.eintagindersteinzeit.de und www.schule-bw.de
Dauer: 6,5 Stunden, Preis pro Schüler/-in EUR 20, 2 Lehrer frei, Buchung des Projekts montags und freitags vom 11.06.-09.07.10 möglich.
Der Flyer Ein Tag in der Steinzeit als PDF zum Download
weitere Informationen finden Sie auch auf der Website
Alle Veranstaltungen werden von gut geschulten Museumsmitarbeitern und Pädagogen betreut.
Bei allen Programmen ist der Witterung entsprechende Kleidung, bei "Ein Tag in der Steinzeit" auch festes Schuhwerk wichtig
Anmeldung: Online-Anmeldung oder telefonisch unter
0049 (0) 7556 92890-0.
Unsere Tipps:
Der Besuch kann durch den Landesbildungsserver www.schule-bw.de, die Medienseite www.swr.de/steinzeit unsere Website mit den wichtigsten Fragen und Antworten , eine im Shop erhältliche Lehrerhandreichung, entsprechende Museumsschriften oder die Museumsgeschichte, vorbereitet und vertieft werden. Ob Bodensee Ferien, Landschulheim oder Tagesreise, es gibt verschiedene und spannende Angebote.
Kombinieren Sie ihren Besuch mit einer Wanderung zur Birnau, zum Affenberg oder nach Meersburg oder mit einer Kanutour am Bodensee zu den Pfahlbauten. Empfehlenswert und lehrreich ist ein Gang über den Zeitweg durch 10 000 Jahre Regionalgeschichte in unserem Ort. Sehr beliebt ist das direkt angrenzende kostenfreie Strandbad mit großer Liegewiese, Beachvolleyball und Tischtennis. Das Strandbad ist durch Schwimmbojenketten begrenzt und besitzt einen flachen Uferverlauf.
Für Bahn, Bus und Schiff gibt es für Schüler Sonderkonditionen, auch für die anschließende Fahrt auf die Mainau oder nach Konstanz.

