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Unser Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr 2018

9.7. -13.7.2018

Experimentelle Archäologie aus Europa - Wissen erlebbar gemacht.

 

Teil III: Feuerstein und Felsgestein

 

Filigrane Feuerstein-Pfeilspitze, scharfe Steinaxt  und schwerer Mahlstein – Lassen Sie sich von Experimentalarchäologen aus Norwegen und Deutschland die faszinierenden Techniken zur Herstellung wichtiger Werkzeuge der Steinzeit zeigen. Mitmachen und Ausprobieren erwünscht!

Schon in der Steinzeit vor 6000 Jahren verband das heutige Europa ein Handel mit Rohmaterialien. Feuerstein, Kupfer und Bernstein, in späteren Zeiten Zinn, Glas, Eisen und Textilien wurden über weite Strecken verhandelt. Die experimentelle Archäologie erforscht die handwerklichen Fähigkeiten, die für die Gewinnung und Verarbeitung dieser Rohstoffe bekannt waren. Vorführungen vermitteln dabei besonders anschaulich die Forschungsergebnisse an Alt und Jung.

 

 

Sharing Heritage - Europäisches Kulturjahr 2018

 

Feuerstein

 

Feuerstein, auch Silex genannt, entstand zur Zeit der Dinosaurier vor 200-66 Millionen Jahren in Meeresablagerungen aus den Überresten kleiner Meerestiere. Über sie lässt sich auch die Herkunft des Feuersteins bestimmen. In der Nähe der Pfahlbauten findet sich wenig Feuerstein. Er musste von der Schwäbischen Alb oder von noch weiter hergeholt oder eingetauscht werden.

Feuerstein ist sehr hart und bricht wie Glas mit scharfen Kanten. Deshalb nutzte ihn der Mensch seit 1,7 Millionen Jahren zur Herstellung von Werkzeugen und Waffen. Dafür schlägt man den Feuerstein in Form, zum Beispiel mit einem Schlagstein, einem Geweihstück, oder man verwendet ein Zwischenstück aus Geweih. Auf diese Weise können Messer, Lanzen- oder Pfeilspitzen, Faustkeile, Bohrer oder eien Vielzahl anderer Produkte gefertigt werden.

Sehr wichtig war die Entdeckung vor ca. 30.000 Jahren, dass sich mit Feuerstein und Pyrit heiße Funken schlagen lassen, aus denen mit Zunder ein Feuer entfacht werden kann.

 

zur Infotafel Feuerstein

zum Video (Teaser zur Veranstaltung Feuerstein und Felsgestein)

zum Video Feuerschlagen

 

 

Felsgestein

 

 

In der Jungsteinzeit verwenden die Menschen neben dem Feuerstein auch anderes widerstandsfähiges Felsgestein. Dieses fanden sie in den Schottern, Überbleibsel von eiszeitlichen Gletschern. Manche Gesteinsarten holten sie auch direkt aus den Alpen, wie das zähe und grüne Serpentit. Sein Name kommt vom lateinischen Wort für Schlange, weil sein Aussehen an die Haut einer Schlange erinnert. Aus ihm hat man zum Beispiel Beilklingen und Äxte hergestellt, um mit ihnen Bäume zu fällen.

Mit Sandsteinpolierten und schärften sie Beilklingen - oder schliffen Kalkstein zu hübsche Perlen.

 

Zum Mahlen von Getreide verwendeten sie harten und rauen Granit. Durch das Mahlen wurden die Oberflächen Mahlsteine nach und nach immer glatter und mussten dann mit Picksteinen immer wieder aufgeraut werden. Das abgeriebene Steinmehl vermischte sich mit dem Getreidemehl und wurde von den Menschen mitgegessen. Ihre Zähne wurden dadurch stark abgerieben.

 

zur Infotafel Felsgestein

zum Video (Feuer, Farbe und Felsgestein)

zum Video (Teaser zur Veranstaltung Feuerstein und Felsgestein)

 

 

 

Impressionen der Veranstaltung

 

 

 

 

 

 
   
   
Das Projekt ist ein Beitrag zum Europäischen Kulturjahr 2018 „Sharing Heritage“ und wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.

Es umfasst die Veranstaltungsreihe „Experimentelle Archäologie“, bei der Spezialisten aus verschiedenen europäischen Ländern ihre Erkenntnisse und Erfahrungen präsentieren – Mitmachen erwünscht. Parallel werden Lehrstationen entwickelt, die der nachhaltigen Vermittlung dienen sollen. Ergänzt wird die Veranstaltungsreihe durch eine Tagung der Europäischen Vereinigung zur Förderung der Experimentellen Archäologie (EXAR), die den Austausch der neuesten Forschungsansätze auf wissenschaftlicher Ebene ermöglichen soll

Bundesministerium für Kultur und Medien
  alle Angaben ohne Gewähr; Stand Mai 2018

 

 
   


 
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