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26.5. - 1.6.2018

Experimentelle Archäologie aus Europa - Wissen erlebbar gemacht.

Schon in der Steinzeit vor 6000 Jahren verband das heutige Europa ein Handel mit Rohmaterialien. Feuerstein, Kupfer und Bernstein, in späteren Zeiten Zinn, Glas, Eisen und Textilien wurden über weite Strecken verhandelt. Die experimentelle Archäologie erforscht die handwerklichen Fähigkeiten, die für die Gewinnung und Verarbeitung dieser Rohstoffe bekannt waren. Vorführungen vermitteln dabei besonders anschaulich die Forschungsergebnisse an Alt und Jung.

Sharing Heritage - Europäisches Kulturjahr 2018

Teil II: Fasern und Holz

Fasern und Holz waren wichtige Werkstoff der Vorgeschichte. Schauen Sie Experimentalarchäologen aus Österreich über die Schulter, wenn sie mit vorgeschichtlichen Werkzeugen unterschiedliche Objekte aus tausenden Jahren Menschheitsgeschichte herstellen.

Holz

In der Steinzeit verwendete man z.B. Beile aus Felsgestein und Stechbeitel aus Knochen um Bäume zu fällen und Holz zu bearbeiten. In der Bronzezeit waren die Beile aus Bronze gefertigt, einer Legierung aus Kupfer und Zinn. Während mit Beilklingen die Holzfasern aufgestemmt und auseinander gedrückt werden, sind Klingen aus Metall flacher und durchtrennen die Holzfasern. So kann Holz selbst mit einer Beilklinge aus relativ weichem Kupfer effizienter bearbeitet werden. An Werkzeugen kamen in der Bronzezeit Ziehklingen und Sägen hinzu. Mit etwas Geschick und Übung (oder unter fachmännischer Anleitung) können auch heute noch mit derartigen Werkzeugen unterschiedliche Gegenstände, wie Schalen, Holznägel, Quirle und Löffel gefertigt werden.

 

 

zum Video: Herstellung einer Holzschüssel

Zum Video: Herstellung eines Holzquirls

Zum Video: Herstellung eines Holzlöffels

Zum Video: Herstellung eines Holznagels

Zur Infotafel Fasern und Holz

 

Bast

Bast ist das Gewebe unter der Borke von Bäumen. Vor allem der Bast von Linden wurde verwendet, um daraus Westen, Schutzumhänge, Kappen oder Schuhe zu fertigen. Auch Seile und Schnüre werden daraus hergestellt. Beim Bau eines Pfahlhauses aus der Jungsteinzeit benötigte man ca. 1 km Seile, Taue und Schnüre.

 

Zur Infotafel Fasern und Holz

Zum Video: Herstellung eines Seils aus Lindenbast

 

Impressionen der Veranstaltung

 

 

Zum den anderen Teilen der Veranstaltungsreihe

 
Das Projekt ist ein Beitrag zum Europäischen Kulturjahr 2018 „Sharing Heritage“ und wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.

Es umfasst die Veranstaltungsreihe „Experimentelle Archäologie“, bei der Spezialisten aus verschiedenen europäischen Ländern ihre Erkenntnisse und Erfahrungen präsentieren – Mitmachen erwünscht. Parallel werden Lehrstationen entwickelt, die der nachhaltigen Vermittlung dienen sollen. Ergänzt wird die Veranstaltungsreihe durch eine Tagung der Europäischen Vereinigung zur Förderung der Experimentellen Archäologie (EXAR), die den Austausch der neuesten Forschungsansätze auf wissenschaftlicher Ebene ermöglichen soll

Bundesministerium für Kultur und Medien
  alle Angaben ohne Gewähr; Stand Mai 2018

 

 
   


 
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