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Filmdokumentation „Steinzeit“ ARD/SWR

Wie haben sich Menschen des 21. Jahrhunderts auf  Ihrer Zeitreise zurück in die Steinzeit geschlagen? Was waren ihre eindrücklichsten Erfahrungen und Erlebnisse? Die Wiedereinrichtung des Steinzeitdorfes aus der Fernsehserie im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen am Bodensee mit allen Requisiten, eine Sonderausstellung und die Berichte unserer „Steinzeitführer“ auf ihrem Rundgang informieren Sie auch 2009 über das experimentelle Projekt der modernen Steinzeitarchäologie www.swr.de/steinzeit.

 

"Steinzeit - mobil" - aktuelle Ausstellung 2011

 

Wann wurde das erste Rad erfunden? Die packende Frage nach dem Anfang der Mobilität ist das Jahresmotto 2011 im Pfahlbaumuseum. Die dreigeteilte Ausstellung „Steinzeit mobil“ illustriert, wie die Menschen vor 6000 Jahren zu Fuß, mit dem Einbaum und mit dem Wagen unterwegs waren. Neu ist der Steinzeitparcours, in dem selbst mitgemacht werden darf.    

Der erste Teil der Sonderausstellung zeigt Originalfunde von Ausgrabungen. Dazu gehören einige der ältesten hölzernen Räder der Welt. Ein Highlight der Steinzeitschau ist das Scheibenrad aus Olzreute aus dem Jahr 2897 v. Chr., das dank der Unterstützung des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg erstmals in einem Museum präsentiert wird. Es handelt sich um eines von vier Rädern aus Ahorn, die 2009 zusammen mit einem hölzernen Miniaturrad gefunden wurden. In der Ausstellung erfährt der Besucher, wie weit man mit Steinzeitschuhen kommt und wie die ersten Straßen in Deutschland ausgesehen haben. Eine Nachbildung des Ötzirucksacks aus Haselnuss, Lärchenholz und Ziegenfell zeigt, mit welcher Ausrüstung ein Alpenwanderer vor 5300 Jahren unterwegs war. In die Welt der Kinder führen Spielzeugeinbäume, die in den Pfahlbausiedlungen der Schweiz entdeckt worden ist.

Der zweite Teil der Ausstellung umfasst den neuen Steinzeitparcours. Hier lässt sich die Stein- und Bronzezeit spielerisch entdecken. Auf der Wagenrennbahn besteht die Gelegenheit, mit einem nachgemachten Steinzeitwagen zu fahren. Sie dürfen auch testen, wie es sich im nachgebauten Steinzeiteinbaum sitzt – ein passendes Paddel für das Foto steht zur Verfügung. Geöffnet ist der Steinzeitparcours an den „Archae-X“ Tagen, während des Ferienprogramms und an den Uhldi-Sonntagen ab 3. Juli.

Der dritte Teil der Ausstellung befindet sich in den nachgebauten Pfahlbauhäusern.  Die Rekonstruktion der Sonnenscheibe von Nebra, der ältesten bekannten Himmelsdarstellung der Welt zeigt, wie sich die Menschen der Bronzezeit den Kosmos vorgestellt haben. Ein Kultwagen mit Bronzerädern verdeutlicht, wie die Menschen das Jenseits gesehen haben.

Bei der erstmals angebotenen Pfahlbau Rallye können Besucher am neuen „Quiz“ teilnehmen und dabei Preise gewinnen. Die Sonderausstellung ist Teil des „Automobilsommers 2011“ des Tourismusverbandes Baden-Württemberg, der in Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg das Jubiläum 125 Jahre Automobil feiert.

Ausstellung Mobilität Ausstellung Mobilität Ausstellung Mobilität

 



"Mensch am See" - ehemalige Ausstellung

Vor gut 150 Jahren entdeckte man am Zürichsee erstmals prähistorische Siedlungsreste, die als Pfahlbauten in die Geschichte eingingen. Seither wurde eine große Zahl solcher Siedlungen am und im Wasser an den Voralpenseen gefunden. Über 1100 Fundstellen sind inzwischen in Europa bekannt. Sie überraschen dadurch, dass die hervorragenden Erhaltungsbedingungen besondere Einblicke in eine längst vergangene Welt ermöglichen.

Die Forschung hat faszinierende Erkenntnisse über die Menschen der Pfahlbauzeit gewonnen. In der Ausstellung „Mensch am See“ stehen Fragen wie  "Wie sahen sie aus?", "Wie lebten und starben sie?", „ Was hatten sie in der Hosentasche“ oder "Welche Kleider trugen sie?" im Mittelpunkt. Die Antworten darauf finden Sie im Dauerausstellungsraum im Erd- und Untergeschoß des Museumsneubaus. Originalfunde aus den Pfahlbausiedlungen vom Bodensee erklären mit bunten Illustrationen und detailgetreuen Rekonstruktionen die Zusammenhänge. Ein „Taucheraquarium“ mit lebenden Fischen vermittelt die Arbeiten der Unterwasserarchäologie am Seegrund. Erläuternde Broschüren sind im Shop erhältlich.
  Ausstellung Menschen am Bodensee

Ausstellung Menschen am Bodensee


"Historische Ausstellung" - ehemalige Ausstellung

Im Museumsgebäude 1, das 1934 eingerichtet, 1954 ausgebaut und 2005 renoviert wurde, befindet sich als „Museum im Museum“ die nahezu unveränderte Ausstellung aus den Anfangsjahren des Museums mit den Originalfunden vom Bodensee. Die Vitrinen zeigen Stücke aus der Privatsammlung des Museumsgründers Georg Sulger aus der Frühzeit der Forschung und von den Ausgrabungen Dr. Hans Reinerths aus Sipplingen aus den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts im Stil der damaligen Zeit. Die Ausstellung ist wie auch der frühe Baubestand im Freilichtmuseum ein Beispiel für die grundlegende und die damals vergleichsweise schon moderne und wegweisende Museumsdidaktik in einem Freiluftmuseum mit archäologischer Sammlung.   Ausstellung Menschen am Bodensee