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Medien Beiträge über die Pfahlbauten



31.07.2007: Faszinierende Tage in der Steinzeit

Zu einem Veranstaltungshöhepunkt im Jahresprogramm der Pfahlbauten Unteruhldingen zählte übers Wochenende das große Museumsfest. Anlass war das Gründungsjahr 1922 des Pfahlbauvereins durch Georg Sulger und der Baubeginn des ältesten archäologischen Freilichtmuseums in Deutschland. 85Jahre sind seither vergangen. Viele Besucher kamen speziell an diesen Tagen in die Pfahlbausiedlung im Bodensee mit ihren 23 Häusern in sechs Gruppen. Diese Siedlung will die Stein- und die Bronzezeit - um 4000 bis 850 vor Christus - wieder auffrischen und zeigen, was damals zum Leben dazugehörte.

Auch die Gastronomen aus Unteruhldingen hatten sich auf das Jubiläum ihrer Pfahlbauten eingestellt und preislich vergünstigt mit der Eintrittskarte einen "Pfahlbauteller" serviert: eine Dinkelpizza mit Pilzen, Ziegenkäse und Gartenkräutern, Lamm-Ossobucco mit Safranreis und Kräutern sowie einen Pfahlbautoast mit Rindersteak und Reichenauer Salaten. Auch eine "Ötzi-Torte" mit Schoko und Biskuit sowie ein Steinzeit-Bodenseefelchen-Filetteller konnte zur Erinnerung an den Besuch der Steinzeit gewählt werden. Besonders gerne gegessen wurde im Eiscafé "Il Pavillone" neben dem Museumseingang die Pfahlbauten-Dinkelpizza. Vincenzo Martorana hat sie aus Dinkelmehl, Hefe, Olivenöl, Salz, Knoblauch, Speck, einer speziellen Soße sowie als Garnierung mit Petersilie, Schnittlauch, Zwiebeln und Ziegenkäse angeboten. Vier Schnittlauchstreifen symbolisierten ein Pfahlbauhaus auf der Pizza. "Ganz lecker!" war von der Familie Mayer aus München zu hören, die derzeit ihren Urlaub am Bodensee verbringt und just zum Museumsfest die Pfahlbauten besichtigte. Diese Pizza will Vincenzo Martorana auf der Speisekarte weiterhin anbieten.

Besucher, darunter auch die Familie Trunk aus Berlin auf ihrer Reise durch Süddeutschland, waren übers Jubiläumswochenende mehr zu zählen als sonst. Das freute natürlich den Leiter des Museums, Gunter Schöbel, und sein ganzes Team. Zu ihm gehörten auch die beiden Steinzeit-Familien Burberg und Matthes-Junker sowie die Alpenwanderer Ingo Schuster und Henning Fenner aus der Fernsehdokumentation "Steinzeit: Das Experiment". Abwechselnd saßen sie in der Steinzeit-"Halle" und standen für viele und kritische Fragen ("Wie sind sie mit diesem Leben ohne jeden Komfort zurecht gekommen?" oder "Würden Sie es nochmal machen?") der wissbegierigen Besucher zur Verfügung.

Ansonsten sah man die "Steinzeit-Stars" bei der handwerklichen Arbeit im SWR-Steinzeit-Filmdorf. Von dort aus folgte der Rundgang durch die Lebens- und Arbeitswelt der Steinzeit weiter zum Bronzedorf 1 mit Werkzeugen sowie Werkstätten der Töpfer, Bronzegießer oder der Holzschnitzer und weiter zum Bronzedorf 2, in dem lebensechte Szenen mit Figurinen, Tieren und Modellen einen Einblick in den Alltag vor 3000 Jahren vermittelten, wo aber auch das "Haus der Fragen" Antworten lieferte.

Der Aktionsbereich vor allem hatte es vielen angetan: Horst Brunner wusste auf 40 Arten Feuer zu machen. Peter Walter konnte von der Archeobotanik her mit dem Mikroskop das Bild der Frühzeit durch Pflanzen- und Obstreste, Tierknochen, Pflanzenpollen und Getreidesorten vervollständigen, denn im verkohlten Zustand ergab sich für derartige Funde eine jahrtausendelange Haltbarkeit durch Mineralisierung. Anika und Aileen hatten Spaß beim Töpfern eines Steinzeitlöffels mit Matthias Krauß, andere stampften Getreidekörner oder worfelten das Getreide und trennten so die Spreu vom Weizen.


Theo Wieland
Südkurier, 31.07.2007
     


 
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