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17.10.07: Museum will Geld vom Land


Wird das Land Baden-Württemberg das Unteruhldinger Pfahlbaumuseum doch bald finanziell unterstützen? Auch Birgit Homburger, Landesvorsitzende der FDP Baden-Württemberg und der FDP-Landtagsabgeordnete Hanspeter Wetzel haben dem Freilichtmuseum ihre Unterstützung zugesichert.

Auch die Landtagsabgeordneten Norbert Zeller (SPD) und Ulrich Müller (CDU) hatten in dieser Angelegenheit bei Museumsdirektor Gunter Schöbel bereits vorgesprochen.

Eine Landesförderung nach den Richtlinien des Wissenschafts-ministeriums ist bisher nicht vorgesehen. Die anderen sieben "bäuerlichen Freilichtmuseen" im Ländle profitieren dagegen von Zuschüssen. Seit über 80 Jahren sind die Pfahlbauten ein privates und unabhängiges Museum - aber eben ohne Zuschüsse.

Dieses Schicksal teilt das Pfahlbaumuseum mit rund 1200 anderen privaten Museen in Baden-Württemberg. "Ich denke, es ist an der Zeit, die Mittelverteilung Kultur und Museum zu überdenken", sagt Gunter Schöbel. Er habe den Eindruck, dass die staatlichen Museen immer stärker gefördert werden, während die privaten versuchen müssten, alleine durch-zukommen. "Das darf nicht sein", meint Schöbel, der aber darauf verweist, keine "Neiddiskussion" aufkommen zu lassen. Er wolle keine Vollunterstützung vom Land, "aber eine gewisse Anerkennung".

Nach Schöbels Ausführungen wird das Museum jährlich von zirka 300000 Personen besucht. Rund 110000 Schülerinnen und Schüler werden jährlich durch das Pfahlbaudorf und seine Ausstellungen geführt, weshalb das Museum einen wichtigen Bildungsauftrag erfüllt.

Hinzu kommen seit dem Jahr 1992 etliche Schülerprojekte. So bietet das Pfahlbaumuseum für Schulklassen begleitend zum Lehrplan Schülerprojekte zur Steinzeit und zur Bronzezeit an. Hier lernen die Schüler den Umgang mit prähistorischem Werkzeug in Theorie und Praxis und fertigen selbst Geräte an. In Schwerpunktführungen lernen sie Wissenswertes über steinzeitliche und bronzezeitliche Kernkompetenzen durch besonders ausgebildete Besucherführer.

Vom Land erhält das Museum dafür bisher lediglich einen Materialbeitrag, nicht aber eine Förderung. Wie Schöbel mitteilt, sind dies aus dem Programm "Kunst - Geschichte - Schule" jährlich gerade einmal 2500 Euro für rund 2000 Schülerinnen und Schüler, die an den Schülerprojekten mittlerweile jährlich teilnehmen. Rund 17300 junge Menschen haben seit 1992, als die Projekte aus der Taufe gehoben worden, in den Pfahlbauten "steinzeitliche Kompetenz" erfahren. Schöbel: "Das entspricht einem Aufwand von geschätzt 15000 Arbeitsstunden für unsere Mitarbeiter."

Er bedauert, dass ihm dieser Tage auch noch die letzte Deputatstunde für Lehrer gestrichen worden ist. Anfangs seien es noch vier Stunden gewesen, die dann auf zwei, später auf eine reduziert worden seien. "Und jetzt gar keine mehr - das lässt sich nicht mehr nachvollziehen", bedauert Schöbel. Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, "etwas zu tun", die museumspädagogischen Fachkräfte könnten die Bildungsaufgabe alleine nicht mehr erfüllen. Homburger sicherte Schöbel zu, sie wolle einen Anstoß geben zur "stückweisen Unterstützung"


Holger Kleinstück
Südkurier, 17.10.2007

    Birgit Homburger, Hans-Peter Wetzel und Dr. Gunter Schöbel vor den Pfahlbauten

Birgit Homburger, Landesvorsitzende der FDP Baden-Württemberg und der FDP-Landtagsabgeordnete Hanspeter Wetzel (rechts) wollen Gunter Schöbel und das Pfahlbaumuseum unterstützen.

Kleinstück