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14.08.07: Bildungsauftrag belohnen - Pfahlbaumuseum bittet um Förderung durch das Land


Damit soll die von diesen Museen durchgeführte staatliche Aufgabe, die kulturelle Bildungsarbeit, genauso belohnt werden, wie dies bei den zehn staatlichen Museen oder bäuerlichen Freilichtmuseen der Fall sei. Das vor 85 Jahren gegründete Pfahlbaumuseum ist für seine „wissenschaftlichen und volksbildenden Zwecke“ anerkannt. „Mit über 100 000 Schülern, die wir jährlich durchs Dorf und die Ausstellung führen, erfüllen wir auch einen Bildungsauftrag“, sagt der Archäologe. Dennoch bekommt das nichtstaatliche, von einem Förderverein getragene Freilichtmuseum am Bodenseeufer mit seinen 56 Mitarbeitern keine staatliche Unterstützung: „Die 1250 von Kommunen und Privatleuten unterhaltenen Museen im Land erhalten jährlich 950 000 Euro aus dem Fonds für Restaurierungen und Ausbesserungen und mehr nicht“, klagte Schöbel gegenüber unserer Zeitung.

Obwohl sein Haus in der Verantwortung stehe, die wissenschaftlichen Schätze und das kulturelle Erbe zu pflegen sowie den wissenschaftlichen Auftrag des Landes zu erfüllen, erhalte man praktisch keine Unterstützung – seit 1992 habe es nur rund 4000 Euro Materialbeitrag für die wissenschaftliche und pädagogische Umsetzung vom Wissenschaftsministerium gegeben. Der Auslöser für Schöbels Hoffen auf Geld vom Land ist nicht ohne Grund. Die Staatliche Toto-Lotto-Gesellschaft habe nachgefragt, wie viel Geld das Pfahlbaumuseum aus dem Wettmittelfonds des Landes für Kultur-, Museumsbereich und Denkmalpflege bekomme. Die Gesellschaft wollte mit Bildern der Pfahlbauten werben. “Die wollten uns unterstützen, dürfen aber nicht“, beklagt Schöbel. Der Grund: Nach den Richtlinien des Wissenschaftsministeriums ist das nicht erlaubt. Schöbel will jetzt erreichen, dass er und seine Kollegen mindestens genauso unterstützt werden wie die sieben bäuerlichen Freilichtmuseen im Land.


Gerhard Herr
Stuttgarter Nachrichten, 14.08.2007