Freilichtmuseum Pfahlbau Museum
    Pfahlbauten Weltkulturerbe
Hier klicken für weitere Details
Suche         Facebook-Fan werden Folge uns auf Twitter Folge uns auf Instagram Folge uns auf Google+  
   
     
Öffnungszeiten & Preise
Anfahrt
Infos für Familien
Infos zur Barrierefreiheit
Infos für Lehrer & Schulen
Infos für Reisegruppen
Presse-Infos / Medienbeiträge
Reservierungen/Anfragen
Links
Impressum
Medien Beiträge über die Pfahlbauten


18.05.07: Neolithisches HighTech - vom Leben in der Jungsteinzeiti


'Die Menschen, die einst lebten, waren die Spitze der damaligen Evolution. Was sie hatten, war zu der Zeit High-Tech.' Ingo Schuster spricht aus Erfahrung, denn er war da: in der Jungsteinzeit. Der 52-Jährige reiste als Mitglied der 13-köpfigen Sippe aus der vierteiligen Dokumentation 'Steinzeit - Das Experiment' (SWR/BR), zu sehen ab Pfingstsonntag, 27.05. (21.45 Uhr, ARD), weit in die Vergangenheit zurück. Das 'Living Science'-Format macht für den TV-Zuschauer des 21. Jahrhunderts das Dasein vor 5.000 Jahren wieder lebendig. Wie immer eignet sich auch das Internet ganz gut als Zeitmaschine, um mehr über jene Phase zu erfahren, nachdem die Menschen zu Ackerbau und Viehzucht übergegangen und sesshaft geworden waren: das Neolithikum.

Das Institut für Ur- und Frühgeschichte der Uni Leipzig bietet einen knackigen Überblick über das Neolithikum im Netz. © www.uni-leipzig.de

Einen guten ersten Überblick über die Jungsteinzeit bietet diese Seite des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Uni Leipzig: www.uni-leipzig.de/~ufg/index.php?option=com_content&task=view&id=18&Itemid=35&limit=1&limitstart=0. Sie fasst kurz und übersichtlich das Neolithikum in Mitteleuropa zusammen, nennt wesentliche Begriffe, ist aber recht sparsam bebildert. 'Das Neolithikum, die Jungsteinzeit, beginnt mit dem Übergang vom Jäger/Sammlerinnen-Dasein zur Sesshaftigkeit mit Ackerbau und Viehzucht.' Hier wird so formuliert und erklärt, dass es auch der Laie versteht: 'Das klingt vielleicht nicht aufregend, stellt aber in Wirklichkeit eine der größten Umwälzungen der Menschheitsgeschichte dar.' Eine Karte zeigt, wie sich diese Entwicklung, beginnend im vorderen Orient, nach Europa ausbreitete. Mit der Zeit unterschieden sich die regionalen Kulturgemeinschaften zunehmend voneinander - sie werden archäologisch anhand von Werkzeugen, Tongefäßen und Siedlungsweisen eingeordnet. Dass im Spätneolithikum (3400 - 2800 v. Chr.) Erfindungen wie Rad und Wagen nach Mitteleuropa kamen, wird hier als für die Kulturgeschichte bedeutungsvoller eingestuft als der berühmteste Fund aus dieser Zeit, der 'Ötzi'.

Das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen beantwortet auf seiner Homepage Fragen zu der jungsteinzeitlichen Siedlungsform. © www.pfahlbauten.de

Kinder finden eine sehr lebendige und zeitnahe Darstellung vom Leben im Neolithikum bei www.kindernetz.de/steinzeit. Denn dort wurde ein Online-Special über die Zeit von Ronja, Till, Merlin, Roman, Taliesin und Mitja eingerichtet, die auch an 'Steinzeit - Das Experiment' teilnahmen. Mit vielen Fotos und Filmausschnitten aus der dreiteiligen Dokumentation 'Die Steinzeit-Kinder' (Sendetermine finden sich ebenfalls auf der Seite) wird hier ihren Altersgenossen das Kinderdasein im Pfahlbaudorf der Jungsteinzeit spannend beschrieben: Das lästige Zähneputzen war auch dort Pflicht - aber wie machten sie das, so ohne Zahnbürste? Was gab es zu Essen? Was hatten sie an? Wo mussten sie als Teil des Steinzeit-Clans überall mitanpacken? Für Erwachsene entsteht unter www.swr.de/steinzeit ebenfalls eine Webpräsenz zum TV-Format mit Material der Dreharbeiten, Bildergalerien und interaktiven Elementen. Sie werden ergänzt durch wissenschaftliche Informationen.

Hier wird für Altersgenossen erklärt, wie die sechs Kinder, die an 'Steinzeit - Das Experiment' (ab Pfingstsonntag, 27.05., 21.45 Uhr, ARD) teilnahmen, in der Jungsteinzeit lebten. © www.kindernetz.de/steinzeit

Wer diesbezüglich gerne noch ins Detail gehen und sich über den Forschungsstand zum Neolithikum auf dem Laufenden halten möchte, der findet bei der mehrsprachigen 'jungsteinSITE' (www.jungsteinsite.de) eine wissenschaftliche Informations- und Diskussionsplattform für aktuelle archäologische Fragestellungen und Forschungsprojekte. Themen der Beiträge sind alle Aspekte der Jungsteinzeit-Forschung: 'Neolithische Grabenwerke in Mitteleuropa', 'The Creation of Monumental Neolithic Cemeteries' und die 'Bedeutung von Getreide in der Einzelgrabkultur Jütlands' sind nur einige spezielle Beispiele. Wie gesagt, das ist etwas für wissenschaftlich Interessierte und Detailverliebte.

Weitere ergiebige Quellen für Informationen zur Jungsteinzeit sind die Homepages verschiedener Museen. Das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen am Bodensee zum Beispiel, das auch am TV-Experiment 'Steinzeit' mitwirkte, bietet auf seiner Homepage (www.pfahlbauten.de) einen virtuellen Rundgang durch die Anlage. Außerdem wird unter der Rubrik 'Die 16 häufigsten Fragen' nicht nur einiges zum Museum selbst erklärt. Auch die Frage nach der gesellschaftlichen Organisation und nach der Nahrung werden hier beantwortet. Letzteres können übrigens experimentierfreudige Besucher der Seite www.keltenkoch.de selbst ausprobieren. Denn hier gibt's auch Rezepte des 'Steinzeitkochs': zum Beispiel für 'Hagebuttensuppe' oder 'Ötzis Wintereintopf'.

Bei www.landschaftsmuseum.de/Seiten/Lexikon/Neolithikum.htm handelt es sich um eine private Homepage mit umfangreichem Inhalt, die in Absprache mit dem Landschaftsmuseum Obermain entstand. Im 'Archäologischen Lexikon' findet sich auch ein Eintrag zur Jungsteinzeit. Das Layout mutet zwar auch vergleichsweise steinzeitlich an, dafür ist der Text verständlich, informativ, reich bebildert und vor allem mit zahlreichen weiterführenden Artikeln des Lexikons verlinkt. Wer gerne schmökert, ist hier richtig.

Dem Ötzi schließlich, dem berühmten Zeitzeugen der Jungsteinzeit, ist eine Seite des Südtiroler Archäologiemuseums gewidmet - der gegenwärtigen Heimstadt der Eismumie. Der Informationsgehalt dieser Webpräsenz (www.archaeologiemuseum.it) hält sich allerdings in Grenzen: 'eine archäologische Sensation und eine einzigartige Momentaufnahme eines kupferzeitlichen Menschen'. Ein Bild zeigt die Fundstelle in den Alpen, weitere Abbildungen und Zeichnungen Teile der Ausrüstung und Kleidung. Die Uni Innsbruck hingegen hat den Fund des Ötzi im Jahr 1991 und den Wirbel darum auf den Seiten www.uibk.ac.at/forschung/alpine_vorzeit samt Medienberichten und Videomaterial dokumentiert. Viele Links sind allerdings nicht mehr aktiv. Es sieht so aus, als hätte der Mann aus dem Eis ein wenig von der Ruhe zurückbekommen, die ihm zum Beispiel TV-Steinzeitler Ingo Schuster wünscht, der selbst auf Ötzis Spuren die Alpen überquerte. 'Mein Respekt vor diesen Menschen, unseren Vorfahren, und vor ihrer kulturellen Leistung ist sehr gewachsen.'

Quelle: teleschau - der mediendienst 18.05.2007

   

Auf Ötzis Spuren: Henning Fenner (links) und Ingo Schuster überquerten für 'Steinzeit - Das Experiment' (ab Pfingstsonntag, 27.05., 21.45 Uhr, ARD) in jungsteinzeitlichem Schuhwerk zu Fuß die Alpen. © SWR / Schmoll

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen beantwortet auf seiner Homepage Fragen zu der jungsteinzeitlichen Siedlungsform. © www.pfahlbauten.de

 

 

Hier wird für Altersgenossen erklärt, wie die sechs Kinder, die an Steinzeit - Das Experiment (ab Pfingstsonntag, 27.05., 21.45 Uhr, ARD) teilnahmen, in der Jungsteinzeit lebten. © www.kindernetz.de/steinzeit