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30.04.10 Pfahlbauten bald Welterbe?


Im Sommer 2011 wird die Entscheidung darüber fallen, ob die rund 150 wichtigsten Fundstellen von Pfahlbauten in den sechs Alpenländern Deutschland, Schweiz, Österreich, Slowenien, Italien und Frankreich als Unesco-Weltkulturerbe anerkannt werden. Das hat die Präsidentin der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW), Margareta Barth, bei der Eröffnung der Ausstellung "Der See erzählt... Unterwasser-Archäologie und Seenforschungen" im Haus am Gondelhafen in Langenargen angekündigt.

"Da prähistorische Fundstellen auf der Welerbeliste bisher nur wenig und Objekte unter Wasser gar nicht vertreten sind, hat diese Kandidatur große Chancen, die begehrte Ernennung zu bekommen", sagte Barth. Mit der Kandidatur solle nicht nur das Bewusstsein für die Bedeutung der Pfahlbauten gefördert, sondern auch der internationale Austausch von Wissen udn Erfahrung beim Schutz der Fundstellen intensiviert werden.

Darum geht es auch in der kleinen, aber feinen Ausstellung, die noch bis Ende September im Haus am Gondelhafen zu besichtigen ist. Anhand von Fundstätten im Bodensee und im Zürichsee werden der aktuelle Stand der Zerstörung dokumentiert und neue Schutzmaßnahmen in verschiedenen Varianten gezeigt. Barth wies auf die hohe Zahl und den noch z.T. hervorragenden Erhaltungszustand der auf engem Raum vorhandenen Siedlungen hin und erwähnte besonders die Sipplinger Buch. Sie bilde auch einen Schwerpunkt der naturwissenschaftlichen Untersuchungen. Hier seien während der letzten Monate modernste Verfahren mit Sonarfahrten, Fächerecholot und Wellenmessgeräten zum Einsatz gekommen. Ziel aller Untersuchungen sei eine Optimierung des Erosiosnschutzes unter gleichzeitger Wahrung der ökologischen Vielfalt in der Falchwasserzone.

Die Bedeutung der Forschungsarbeiten und der Ausstellungs würdigten in ihrem Grußwort der Leiter des Amtes für Archäologie des Kontons Thurgau, Hans-Jörg Brehm, Langenargens Bürgermeister Rolf Müller, der CDU-Landtagsabgeordnete Urlich Müller als Vorsitzender des Fördervereins der Freunde des Seeforschungsinstituts, Institutsleiter Gerd Schröder und Projektkoordinator Helmut Schlichtherle, Landesamt für Denkmalpflege.


Südkurier, 30.04.2010