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02.08.10 Pfahlbaumuseums feiert mit urigen Klängen


Die Ursuppe ist angerichtet: „Blumammu“ alias Hartmut Albrecht zeigt, wie in den frühen Jahren der Menschheit gekocht wurde.

(UHLDINGEN-MÜHLHOFEN/sz) Die Steinzeit ist zurück am See: Zum Beginn der Hauptsaison gab es beim Museumsfest des Pfahlbaumuseums in Unteruhldingen viel zu sehen und zu hören. Einer der Schwerpunkte des diesjährigen Festes war die Musikarchäologie mit experimentellen Klängen und Musik aus alter Zeit.

Von unserem Mitarbeiter Martin Samland

An mehreren Stationen bot das Museum Archäologie zum Anfassen. Mit wissenschaftlicher Authentizität wurde Wissen über das Leben von der Altsteinzeit bis in die römische Zeit an die zahlreichen Besucher weitergegeben. „Alle Darsteller kommen aus dem Umfeld der experimentellen Archäologie“, sagte Peter Walter vom Pfahlbaumuseum Unteruhldingen zur Auswahl der Darsteller, die mit viel Interaktion ihr Wissen weitergaben.

Ein besonderer Schwerpunkt lag in diesem Jahr bei der Musikarchäologie, die sich seit einigen Jahren zu einem eigenen Forschungsbereich entwickelt. „Es kommt uns vor allem darauf an, authentische Klänge zu erzeugen“, sagte die Archäologin Susanne Rühling vom Ensemble Musica Romana, das mit Nachbauten alter Instrumente, wie Schwirrholz und Knochenflöte, Klänge längst vergangener Epochen wieder zum Leben erweckte.

Auch Thomas Olesch spielte im Schatten eines Pfahlbaus Flötenmusik aus prähistorischer Zeit. Mit einem Nachbau einer uralten Holunder Holzflöte erzeugte er viele ungewöhnliche Klänge, die zum Verweilen einluden. Der „Steinzeitmensch von Beruf“ Jean-Loup Ringot hatte sich ebenfalls den Urzeitklängen verschrieben. Neben der Demonstration alter Instrumente konnte man ihn aber auch bei vielen anderen steinzeitlichen Dingen beobachten oder zum Knochen-Würfel-Spiel herausfordern.

Gemüsesuppe verteilt

„Blumammu“ alias Hartmut Albrecht demonstrierte den Gebrauch von alten Werkzeugen -- der Höhepunkt war die Zerlegung eines Hirsches mit steinzeitlichen Messern - und verteilte Gemüsesuppe aus dem Erdloch. Auch Mathias Krauß, den die meisten als „Uhldi“ kennen, demonstrierte wieder fachmännisch sein Wissen. „Die Leute sind sehr zufrieden mit den historischen Darstellungen“, sagte der Presseverantwortliche Dr. Matthias Baumhauer in einer ersten Zwischenbilanz und freute sich über den regen Zulauf und die vielen begeisterten Gesichter.


Schwäbische Zeitung 02.08.10

    Blumammu