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Medien Beiträge über die Pfahlbauten


14.04.10 Die Tigerente reist in die Steinzeit


Eine Schulklasse auf Zeitreise: Der Tigerentenclub hat am Dienstag in den Pfahlbauten gedreht. Mit dabei: Die Klasse 5b der Salemer Werkrealschule. Für die Kameras mahlen sie Korn, grillen Stockbrot und lernen, wie man mit einfachsten Mitteln Feuer macht. Spätestens im Sommer wird man das Ergebnis wohl im Fernsehen begutachten können.

„Ich hab ’ne Riesenidee – ich grill jetzt meine Waffel“, trompetet ein gutgelaunter Fünftklässler in Richtung seiner Klassenkameraden. „Nein, das lässt Du, Kevin“, posaunt seine Lehrerin zurück. Stattdessen gibt’s für Kevin Stockbrot. Das haben die Kinder vorher selbst zubereitet, sie haben das Korn gemahlen, den Teig dazu geknetet und die schmalen Würstchen um die Spitzen ihrer Grillstöcke geringelt. Die Kamera läuft mit.

Katharina Gast und ihr Moderationskollege Pete Dwojak sitzen mittendrin, und auch Uhldi grillt mit, der Steinzeitmann, der im Pfahlbaumuseum Besuchern näherbringt, wie man vor Jahrtausenden gelebt hat. „Und alles auf Anfang“, ruft ein Mann, der offenbar etwas zu sagen hat, denn alle gehorchen ihm.

Hier entsteht ein fünfminütiger Beitrag für den Tigerentenclub, eine Kindersendung, die der SWR für die ARD produziert. Fernsehleute sind keine Unbekannten in den Pfahlbauten, die Ausstellung über die ARD-Serie „Steinzeit – das Experiment“ etwa ist dort noch zu sehen. Seit einer Woche ist das Fernsehteam unterwegs, neben dem VW-Bus fährt natürlich auch eine Tiger-Ente mit. Das Auto zieht vor dem Museum die Blicke auf sich, während in den Pfahlbauten gedreht wird. Bevor’s nach Uhldingen ging, wurde in Konstanz gefilmt, auf der Zugspitze, im Allgäu oder auch auf Schloss Neuschwanstein. Das Material findet in Sendungen Verwendung, in denen es dann um spezielle Themen geht. Das Filmteam bringt auch Schnittbilder mit, die dann in die Sendung eingebaut werden können, Landschaftsaufnahmen etwa. Wann die Salemer Schüler im Fernsehen zu sehen sein werden, steht noch nicht fest. Juni oder Juli könnte es werden, sagt Janusz Wozniak von der Tigerentencrew.

Für Museumsdirektor Dr. Gunter Schöbel sind solche Termine wichtig: „Die Schüler sind eine unserer wichtigsten Zielgruppen. Pro Jahr besuchen rund 100.000 die Pfahlbauten.“ Und mit etwas Eigenironie erzählt Schöbel: „Die kommen dreimal: als Schüler, dann später wenn sie Familie haben und dann nochmal als Senioren.“ Pro Jahr verzeichnet das Pfahlbaumuseum rund 350.000 Besucher, es gehört zu den absoluten Publikumsmagneten der Region.

Für Margita Bungarten, die Lehrerin der Klasse 5b, sind solche Termine auch schön. Man spürt, wie die Kinder sich freuen, das Klassenzimmer ins Freie zu verlegen. Alle tragen Steinzeitgewänder und tauchen spielerisch ein in die Urzeit. Nike-Turnschuhe oder Trainingsjacken, die unter den erdfarbenen Gewändern hervorblitzen, rufen einem in Erinnerung, dass die Kinder nur verkleidet sind.

Die Grillszene ist beendet, es geht zur nächsten Station. Kurze Pause für die kleinen Akteure. „Komm, wir jagen die Tigerente“, ruft ein Mädchen seinen Klassenkameraden zu. Das schwarzgelbe Tierchen wird doch nicht über dem Grill enden? Nein, die Kinder wollen nur spielen. Ob die Tigerente hingegen noch ein Bad im Bodensee genommen hat, bevor sich das Filmteam auf den Heimweg nach Stuttgart gemacht hat, stand bei Redaktionsschluss nicht fest.

(Erschienen: 13.04.2010 19:05)

 

Schwäbische Zeitung, Redakteur Daniel Drescher

   

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